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Handel: Guter Auftakt für Sommerschlussverkauf
Mit hohen Rabatten läuft wieder der Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel

Der Handelsverband ist mit dem Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) in der Region zufrieden. Durch die vorherige Werbung seien viele sehr gezielt in den Geschäften gewesen, sagte Günter Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg am Montag in Potsdam. Der Handel locke mit Preisabschlägen von bis zu 70 Prozent. Allerdings seien die Reduzierungen für sehr hochwertige Waren etwas geringer - bei etwa 30 Prozent. Positiv für einen Einkaufsbummel sei das Wetter. Es ist nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Wochen, als viele Menschen einen Ausflug zum Badestrand vorzogen hätten.
Handel: Guter Auftakt für Sommerschlussverkauf
Mit hohen Rabatten läuft wieder der Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel

Der Handelsverband ist mit dem Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) in der Region zufrieden.
Mit hohen Rabatten läuft wieder der Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel

Der Handelsverband ist mit dem Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) in der Region zufrieden. Durch die vorherige Werbung seien viele sehr gezielt in den Geschäften gewesen, sagte Günter Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg am Montag in Potsdam. Der Handel locke mit Preisabschlägen von bis zu 70 Prozent. Allerdings seien die Reduzierungen für sehr hochwertige Waren etwas geringer - bei etwa 30 Prozent. Positiv für einen Einkaufsbummel sei das Wetter. Es ist nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Wochen, als viele Menschen einen Ausflug zum Badestrand vorzogen hätten.

Berliner Zeitung, [26.07.2010]

 
Feierliche Enthüllung des Buddy Bear "Sofia"
Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt

Am 22. Juli fand vor dem Haupteingang der Deutschen Botschaft in Sofia die feierliche Enthüllung des Buddy Bear "Sofia" statt.
Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt

Am 22. Juli fand vor dem Haupteingang der Deutschen Botschaft in Sofia die feierliche Enthüllung des Buddy Bear "Sofia" statt. Die über zwei Meter große Skulptur wird durch den Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin, Herrn Klaus Wowereit, die Bürgermeisterin der Stadt Sofia, Frau Jordanka Fandakova, sowie den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Matthias Höpfner, eingeweiht. Das Kunstprojekt entstand in Kooperation mit der Kulturabteilung der Stadt Sofia.

Der Bär ist das Wappentier der deutschen Hauptstadt. Die ca. 350 Buddy Bären in Berlin sind als kreativ bemalte Skulpturen eine Touristenattraktion. Künstler gestalten die Bären an den verschiedensten Orten und aus unterschiedlichen Anlässen. Beispielsweise stellten Studenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Bär her, ein weiterer Bär im Gefängnis Moabit wurde von acht Häftlingen aus sechs Ländern gestaltet. Seit 2001 stehen über 1200 Buddy Bären in der ganzen Welt, darunter auch vor mehreren Botschaften und Konsulaten der Bundesrepublik Deutschland – und jetzt auch in Sofia. 144 Buddy Bären gehen seit 2002 auf Welttournee, darunter auch der von der bulgarischen Künstlerin und DAAD-Preisträgerin Klio Karadim Bulgarien-Bär.

Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt. Er wählte für seine Gestaltung die Farben der deutschen Flagge und Gedichte von Rainer- Maria Rilke und Dimtscho Debeljanov, zwei großen Repräsentanten des europäischen Symbolismus.

 

 
"Berlin barrierefrei" für die S-Bahnhöfe Messe Nord/ICC und Messe Süd
Beide S-Bahnhöfe verfügen nun über Aufzüge und Blindenleitsystem

Am 14. Juli 2010 erhielten die S-Bahnhöfe Messe Nord/ICC und Messe Süd das Signet "Berlin barrierefrei".
Beide S-Bahnhöfe verfügen nun über Aufzüge und Blindenleitsystem

Am 14. Juli 2010 erhielten die S-Bahnhöfe Messe Nord/ICC und Messe Süd das Signet "Berlin barrierefrei". Damit werden neben dem Berliner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Berlin Südkreuz zwei weitere Bahnhöfe der Deutschen Bahn mit dem Signet ausgezeichnet.

Beide S-Bahnhöfe verfügen über Aufzüge und Blindenleitsystem und in Messe Nord/ICC darüber hinaus über Fahrtreppen. Da in den älteren S-Bahn-Fahrzeugen kein niveaugleicher Einstieg möglich ist, sind auf den Bahnsteigen mobile Rampen vorhanden. Personen im Rollstuhl wird empfohlen, im ersten Wagen einzusteigen und ihre Mitfahrt dem jeweiligen Triebfahrzeugführer zu signalisieren.

An den Handläufen, den Rufsäulen der Aufzüge und den Bedienfeldern der Aufzüge wurde für Sehbehinderte zusätzlich die Beschriftung in Brailleschrift angebracht.

138 von 166 Bahnhöfen mit S-Bahnhalt sind in Berlin und Brandenburg mit Aufzugs- oder Rampenanlagen ausgestattet worden. 95 Bahnhöfe verfügen über ein Blindenleitsystem. Derzeit sind 83 Prozent der Stationen barrierefrei. Das Ziel der Deutschen Bahn und des Berliner Senats ist es, diese Zahl weiter zu steigern.

Bei allen laufenden und noch geplanten Baumaßnahmen an den Verkehrsstationen, wie dem Umbau der Bahnhöfe Ostkreuz und Warschauer Straße, wird die barrierefreie Erschließung berücksichtigt.

Alle barrierefreien Maßnahmen, die Personen mit Mobilitätsbehinderungen den Zugang zum ÖPNV überhaupt erst ermöglichen oder zumindest deutlich erleichtern, steigern grundsätzlich die Nutzungsqualität des ÖPNV für alle Fahrgäste.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin-barrierefrei.de, www.bahn.de/barrierefrei

 

 
Mit hohen Rabatten läuft wieder der Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel

Der Handelsverband ist mit dem Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) in der Region zufrieden. Durch die vorherige Werbung seien viele sehr gezielt in den Geschäften gewesen, sagte Günter Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg am Montag in Potsdam. Der Handel locke mit Preisabschlägen von bis zu 70 Prozent. Allerdings seien die Reduzierungen für sehr hochwertige Waren etwas geringer - bei etwa 30 Prozent. Positiv für einen Einkaufsbummel sei das Wetter. Es ist nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Wochen, als viele Menschen einen Ausflug zum Badestrand vorzogen hätten.

Berliner Zeitung, [26.07.2010]

 

 
Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt

Am 22. Juli fand vor dem Haupteingang der Deutschen Botschaft in Sofia die feierliche Enthüllung des Buddy Bear "Sofia" statt. Die über zwei Meter große Skulptur wird durch den Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin, Herrn Klaus Wowereit, die Bürgermeisterin der Stadt Sofia, Frau Jordanka Fandakova, sowie den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Matthias Höpfner, eingeweiht. Das Kunstprojekt entstand in Kooperation mit der Kulturabteilung der Stadt Sofia.

Der Bär ist das Wappentier der deutschen Hauptstadt. Die ca. 350 Buddy Bären in Berlin sind als kreativ bemalte Skulpturen eine Touristenattraktion. Künstler gestalten die Bären an den verschiedensten Orten und aus unterschiedlichen Anlässen. Beispielsweise stellten Studenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Bär her, ein weiterer Bär im Gefängnis Moabit wurde von acht Häftlingen aus sechs Ländern gestaltet. Seit 2001 stehen über 1200 Buddy Bären in der ganzen Welt, darunter auch vor mehreren Botschaften und Konsulaten der Bundesrepublik Deutschland – und jetzt auch in Sofia. 144 Buddy Bären gehen seit 2002 auf Welttournee, darunter auch der von der bulgarischen Künstlerin und DAAD-Preisträgerin Klio Karadim Bulgarien-Bär.

Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt. Er wählte für seine Gestaltung die Farben der deutschen Flagge und Gedichte von Rainer- Maria Rilke und Dimtscho Debeljanov, zwei großen Repräsentanten des europäischen Symbolismus.

 
Beide S-Bahnhöfe verfügen nun über Aufzüge und Blindenleitsystem

Am 14. Juli 2010 erhielten die S-Bahnhöfe Messe Nord/ICC und Messe Süd das Signet "Berlin barrierefrei". Damit werden neben dem Berliner Hauptbahnhof und dem Bahnhof Berlin Südkreuz zwei weitere Bahnhöfe der Deutschen Bahn mit dem Signet ausgezeichnet.

Beide S-Bahnhöfe verfügen über Aufzüge und Blindenleitsystem und in Messe Nord/ICC darüber hinaus über Fahrtreppen. Da in den älteren S-Bahn-Fahrzeugen kein niveaugleicher Einstieg möglich ist, sind auf den Bahnsteigen mobile Rampen vorhanden. Personen im Rollstuhl wird empfohlen, im ersten Wagen einzusteigen und ihre Mitfahrt dem jeweiligen Triebfahrzeugführer zu signalisieren.

An den Handläufen, den Rufsäulen der Aufzüge und den Bedienfeldern der Aufzüge wurde für Sehbehinderte zusätzlich die Beschriftung in Brailleschrift angebracht.

138 von 166 Bahnhöfen mit S-Bahnhalt sind in Berlin und Brandenburg mit Aufzugs- oder Rampenanlagen ausgestattet worden. 95 Bahnhöfe verfügen über ein Blindenleitsystem. Derzeit sind 83 Prozent der Stationen barrierefrei. Das Ziel der Deutschen Bahn und des Berliner Senats ist es, diese Zahl weiter zu steigern.

Bei allen laufenden und noch geplanten Baumaßnahmen an den Verkehrsstationen, wie dem Umbau der Bahnhöfe Ostkreuz und Warschauer Straße, wird die barrierefreie Erschließung berücksichtigt.

Alle barrierefreien Maßnahmen, die Personen mit Mobilitätsbehinderungen den Zugang zum ÖPNV überhaupt erst ermöglichen oder zumindest deutlich erleichtern, steigern grundsätzlich die Nutzungsqualität des ÖPNV für alle Fahrgäste.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin-barrierefrei.de, www.bahn.de/barrierefrei

 

 
be buddy, be funny, be berlin

Im Deutschen Pavillon "balancity - eine Stadt in Balance" wird die Hauptstadt Berlin von einem großen Buddy Bären vor der Kulisse des Brandenburger Tors repräsentiert. Der Bär wurde im Auftrag der Berlin Partner GmbH von der Fuenfwerken Design AG für die Expo 2010 gestaltet.

Die Einladung Berlins an die Besucher "the place to be." wird hier ganz wörtlich genommen - an der Seite des Buddy Bären, mitten auf dem Pariser Platz, ist mit Abstand das beliebteste Motiv für Erinnerungsfotos im Deutschen Pavillon.

 
Steigerung von 9,3 Prozent bei Ankünften und 11,1 Prozent bei den Übernachtungen

Der Berlin-Tourismus befindet sich weiterhin auf Rekordkurs. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg kamen im Mai 841.000 Besucher aus dem In- und Ausland in die deutsche Hauptstadt - 9,3 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg mit 11,1 Prozent auf rund 1,9 Millionen.

"Der Mai ist der bislang beste Monat in der Geschichte des Berlin-Tourismus", sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM). "Seit nunmehr 15 Monaten wachsen die Zahlen im Berlin-Tourismus unaufhörlich, und das trotz Wirtschaftskrise und Aschewolke. Dies zeigt, wie stark die Magnetkraft der deutschen Hauptstadt ist."

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der BTM-Geschäftsführer verhalten optimistisch: "Vor allem die positiven Bilder, die von der Berliner Fanmeile aus in den letzten Tagen um die Welt gegangen sind, werden den Hauptstadt-Tourismus weiter ankurbeln."

558.800 Gäste aus Deutschland reisten im Mai nach Berlin, was einem Zuwachs von 7,9 Prozent entspricht. Die Übernachtungszahl stieg um 9,8 Prozent auf 1.203.200. Bei den ausländischen Touristen waren die Zuwachsraten sogar zweistellig: Rund 282.000 Besucher aus dem Ausland konnte die deutsche Hauptstadt im Mai dieses Jahres begrüßen ( 12,1 Prozent), die Zahl ihrer Übernachtungen stieg auf 727.600 ( 13,5 Prozent).

Insbesondere Touristen aus Schweden ( 23,8 Prozent), Frankreich ( 21,9 Prozent) und Großbritannien ( 15,8 Prozent) wählten Berlin im Mai als Reiseziel. Nachdem die Flugeinschränkungen infolge der isländischen Vulkanaschewolke aufgehoben wurden, kamen auch aus den USA wieder mehr Gäste in die deutsche Hauptstadt ( 11,4 Prozent).

Die Zahl der Berliner Beherbergungsstätten ist im Mai 2010 ebenfalls gestiegen: Mit 742 Hotels und Pensionen mit insgesamt rund 111.214 Betten ( 8,9 Prozent) standen nationalen und internationalen Touristen 63 Hotels mehr zur Verfügung als im Mai 2009.

presseportal.de, [08.07.2010]

 

 
Nach dem WM-Aus verzweifelten viele Fans auf der Fanmeile

Während der letzten Spielminuten standen die Fans schweigend vor den Leinwänden auf der Fanmeile, rauften ihre schwarz-rot-gelben Perücken und bissen in ihre Trikots. "Wir fahren nie wieder nach Mallorca", sagte ein Mädchen zu seinem Freund, der daraufhin nur wortlos den Kopf schüttelte. Dann zückte das Mädchen ein Taschentuch und wischte sich die Deutschlandfarben von den Wangen. Als der Schiedsrichter kurze Zeit später das Spiel abpfiff, strömten die Fanmassen zum Ausgang. Zwischen leeren Plastikbechern saßen schwere Männer, vergruben die Gesichter in ihren Händen, starrten mit glasigen Blicken auf die Leinwand und die Bilder der jubelnden Spanier auf dem Spielfeld in Südafrika.

Obwohl es gestern Abend vom Anpfiff an schattig auf der Fanmeile war und die rund 350 000 Fans nicht wie beim Viertelfinale in der Sonne brüten mussten, war die Stimmung die ganze Zeit über hitzig gewesen. Die wenigen Spanier, die sich hierher trauten, wurden mit lautem Gejohle begrüßt: "Schade Spanien, alles ist vorbei!" Bereits eine Stunde vor Spielbeginn gab es die ersten Zusammenbrüche wegen Alkohol, Fans übergaben sich, an einem Bierstand verpasste ein Fan einem anderen ein blaues Auge, weil der sein Bier verschüttet hatte.

Als das Spiel dann zu Ende war, droschen Fanmeilen-Besucher auf Straßenschilder ein. Sanitäter bahnten sich ihren Weg durch die Mengen, Sirenengeheul mischte sich mit dem lauten Krachen der Böller, die überall explodierten.

Und noch lange nach dem Spiel saß Björn, 34, auf der Straße des 17. Juni. "Ohne Worte", presste er hervor und fügte hinzu: "Das ist die Wiederholung von 2006." Während die Fans, die an ihm vorbeigingen, auf alles einkickten, was am Boden lag - leere Bierbecher, Deutschlandperücken und fettige Pommesschalen - fand Björn dann doch noch Worte dafür, warum er Weltmeisterschaften so liebt, solange Deutschland dabei ist: "Endlich trauen sich die Leute dann, Fahnen rauszuhängen." Schön fände er das und schließlich sagte er trotzig: "Meine Fahne bleibt!"

Auch Student Thomas, 25, saß noch fast eine Stunde lang mit seiner Freundin Denisa, 22, am Straßenrand. Die beiden trauten sich nicht loszugehen. Zu aufgeheizt fanden sie die Gemüter der enttäuschten Fans. "Einer musste ja verlieren", sagte Thomas, "aber ich bin enttäuscht, dass die Deutschen so schlecht gespielt haben, so ängstlich, mit so vielen Fehlpässen. Ich habe einfach attraktiveren Fußball erwartet." Auf der Fanmeile war er, weil er sie Denisa zeigen wollte. Die war aus Tschechien zu Besuch. "Ich komme aus einer kleinen Stadt", sagte sie, während eine Gruppe Jungen vorbei schlich, eine fast zehn Quadratmeter große Fahne über den Boden hinter sich herschleifend. "So etwas wie das hier habe ich noch nie gesehen."

Bei den Spanien-Fans war der Jubel grenzenlos. "Wir sind sehr stolz, dass wir die Deutschen geschlagen haben, weil die sehr stark sind", freute sich Maria, eine 27-jährige Studentin aus Spanien. Sie hatte mit etwa hundert anderen Spanien-Fans das Spiel in der Tapas-Bar Yosoy in Mitte verfolgt. "Es ist doch klar, dass wir die Holländer besiegen werden, denn die sind schwächer als die deutsche Elf", sagte sie.

Schon während des Spiels waren Sprechchöre aus der Bar und über den Rosenthaler Platz in Mitte geschallt: "A por ellos, olé, a por ellos, olé". Die Männer, eingehüllt in ihre Nationalflaggen, die Frauen mit gelben Halstüchern und roten Lippen fieberten mit, sie stampften und brüllten sich in einen Rausch. Hunderte Tapas, Berge Papas Fritas und Calamaris gingen über den Tresen. Spanier, so viel war Beobachtern klar, machen mehr als Public Viewing, sie machen Kampfsport, der während des Spiels sogar eine schöne Spanierin vom Hocker gleiten ließ. Kreislaufkollaps.

Unter die Spanier hatten sich auch einige Deutsche gemischt. Wegen der grandiosen Stimmung, wie ein Rentner sagte. Mittendrin saß ein junges Paar, Carmen und Michael, sie Spanierin, er Deutscher. "Am Ende wird einer weinen, wir wissen nur noch nicht wer", sagte der Gatte früh am Abend. Wie es sich zeigen sollte, war er es.

Berliner Zeitung, [08.07.2010]

 

 
Bei über 30 Grad haben hunderttausende Fans vier Tore für Deutschland gegen Argentinien gefeiert

Schon während der Schlussminuten des Spiels hatten sich erste Deutschland-Fans hupend und in ersten Autokorsos formiert auf den Weg in Richtung Ku'damm gemacht. Auch auf der Schönhauser Allee stieg wieder die obligatorische Straßenparty. Beide Strecken hatte die Polizei zuvor für den Autoverkehr gesperrt. Gefeiert wurde wieder weitgehend zu Fuß. Nur von Westen her, vom Adenauerplatz bis zur Uhlandstraße durften die Fans auf dem Ku'damm auch fahrend feiern. Die Lietzenburger Straße war ein einziger Autokorso. Auf der Kantstraße lief der Verkehr flüssiger. Als es dann gegen 19 Uhr auf dem Ku'damm zu voll wurde, begann die Polizei, die nachströmenden Autos schon am Olivaer Platz abzuleiten. Nach 20 Uhr dünnte sich der Korso bereits wieder aus, das feiernde Fußvolk aber war fröhlich weiter am Start. Erst gegen 22.30 Uhr begann auch diese Straßenparty sich zu verlaufen. Die Polizei sprach am Sonntagmorgen von einer "entspannten Atmosphäre". Es erstaunlich, dass es bei so vielen feiernden Fans "überwiegend friedlich" geblieben sei. Es habe keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben.

Das Ganze wird ja inzwischen schon zur Partyroutine. Und auch dieses Mal waren wieder viele Jugendliche aus Einwandererfamilien bei der Feierei ganz vorn dabei. Auf dem Breitscheidplatz ging es etwas traditioneller zu: Dort mischten sich die Fans unter das Publikum des "Berliner Drehorgelfests". Und die Vuvuzela übertönte den Leierkasten.

Am Ku'damm Ecke Leibnizstraße stand ein zerbeulter Suzuki Swift. Schwarz-Rot-Gold lackiert, mit Cindy, Linus, Felix und sechs anderen Namen verziert sowie dem Spruch "Don't Cry For Me Argentina". Neun Leute, alle um die 20 Jahre alt, haben zusammengelegt und sich die Rostlaube für 50 Euro extra für die WM gekauft - um auf der Partymeile auf der Motorhaube und dem Dach herum zu springen und zu tanzen. Mit einer Beatbox in einem Einkaufswagen beschallten derweil einige Fans die Ecke Ku'damm/Uhlandstraße.

Vor dem argentinischen Spezialitätenrestaurant "Cayenne" am Kurfürstendamm saßen Fans im Deutschlandtrikot, während der Wirt sich drinnen mit einem Angestellten stritt. Bei der Konkurrenz im "Block House" genossen deutsche Fans derweil argentinische Steaks.

Glänzende Stimmung gab es gleich nach dem Abpfiff auch am neuen Fantreff in Prenzlauer Berg. Am U-Bahnhof Eberswalder Straße an der Schönhauser Allee feierten Fans den Sieg. Alle Straßenbahnlinien in Richtung Pankow waren deshalb unterbrochen, auf den Displays der Haltstellen leuchtete die Nachricht auf: ,,Feiernde Fans am U-Bahnhof Eberswalder Straße." Rund 300 Fans nahmen die Straße in Besitz - mit Gummibällen, Megaphonen, Trommeln und Böllern. Nur wenige Vuvuzelas waren hier zu hören und zu sehen.

Eine kleine Keilerei unter einem halben Dutzend alkoholisierter Deutschland-Fans - keine Argentinier weit und breit - löste die Polizei kurzerhand auf. "Wir wollen Deutschland feiern, keine Prügelei", sang daraufhin die Masse der anderen Fans, zur Melodie von "Brown Girl In The Ring".

Eine Art Anti-Autokorso gab es auf der Karl-Marx-Allee Richtung Alexanderplatz: Feiernde Fans holten sich die Straße zurück und liefen auf der Fahrbahn, so dass keine Autos mehr durchkamen. Geärgert hat sich offenbar kein Autofahrer. Alles blieb friedlich.

So sah die Szenerie zuvor auf der Fanmeile aus: Unter einer sengenden Sonne eine glühende Insel lärmender Fans, umgeben von der fast ausgestorbenen Stadtwüste. In kühleren Temperaturen in Kapstadt legt die deutsche Elf gleich los wie entfesselt und beschert den Fans eine unter der sengenden Sonne durchaus anstrengende, aber wohltuende Jubelarie. Denn Thomas Müller erzielt das 1:0 gegen die Elf von Diego Maradona. Dann ein kollektives Aufstöhnen, als Miroslav Klose aus guter Position das 2:0 verpasst und über das Tor schießt.

Dann kommt Argentinien immer besser ins Spiel. 300.000 Fans müssen zittern trotz brüllender Hitze. Dann der ganz große Frust...!? Tor für Argentinien, Aufschrei, Entsetzen - abseits, nur die Ruhe! Und immer wieder befreien sich die Deutschen vom Druck. Doch nach der Halbzeitpause beginnt eine neue Drangphase des alten WM-Rivalen. Doch dann, gleich mit der ersten Chance der Deutschen in der zweiten Halbzeit macht Klose das 2:0. Das lange Bangen entlädt sich in unbeschreiblichem Jubel. Überall in der Stadt sind Böller zu hören. Und dann das Unglaubliche: Arne Friedrich, Fußballgott, offiziell bei diesem Turnier noch Herthaner, erzielt im 77. Spiel sein erstes Länderspieltor. Berlin quittiert das mit - noch mehr Jubel, noch mehr Böllern. Miroslav Klose hat darin mehr Routine: Sein 4:0 ist sein 14. WM-Tor - genauso viele wie Gerd Müller, der Bomber.

Fanmeile füllte sich langsam

Die Piste zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule hatte sich zunächst nur langsam gefüllt. Viele Fans suchten zunächst mal Schutz und Schatten unter den Bäumen des Tiergartens. Auch kurz nach dem Anpfiff kommen noch weitere Fans. Viele verpassen sogar das erste Tor. Schlangen gab es an den Eingängen nicht. Wegen Überfüllung geschlossen wurde die Fanmeile trotz der großen Bedeutung des Spiels diesmal nicht - die Hitze, die Hitze.

Die Sanitäter mussten einige bewusstlose Fans behandeln, denen die Mischung aus Hitze, Spannung und Alkohol zum Verhängnis wurde. Ein Dutzend Fanmeilenbesucher musste bei deutlich über 30 Grad ins Krankenhaus gebracht werden. 180 Mal mussten die Helfer insgesamt wegen der Hitze tätig werden, in den allermeisten Fällen verlief somit alles glimpflich. Insgesamt überschaubare Zahlen. Abkühlung gab es übrigens durch extra aufgestellte Duschen - und später am Abend durch einen geöffneten Hydranten, um dessen Fontäne die Fans herumtanzten.

Auch anderswo in der Stadt bestimmte der Fußball das Treiben auf den Straßen und Plätzen. Überall waren während dem Spiel und vor allem danach Hupen und Böller zu hören. Am Boxhagener Platz beantworteten die Fans die deutschen Tore mit einem begeisterten Böllerkonzert. Viele Anwohner hatten zusätzliche Stühle aus den Häusern getragen, um vorden Kneipen mit zu schauen. Als die Argentinier ihr erstes Tor, das dann doch keines war, schossen, riss ein Fußballenthusiast vor Aufregung einen Tisch um. Als sich die Lage geklärt hatte, sammelten alle gemeinsam die Scherben auf.

Das Quartier von „11 Freunde“, Zitty und Tagesspiegel im Astra-Kulturhaus in der Revaler Straße musste bereits um 15.30 Uhr die Tore schließen, davor wartete noch eine 50 Meter langen Schlange. Drinnen gab es immerhin Duschen, vom Veranstalter vorsorglich installiert.

In einem Friedrichshainer Biergarten vergnügten sich derweil die beiden Schwestern Sabine und Irmgard Kraus aus Reinickendorf, beide nur mit Deutschlandfahnen bekleidet. Festgesteckt waren sie mit Sicherheitsnadeln. „Damit alles hält, wenn wir zum Jubeln die Arme hochreißen“, erklärte Sabine.

Mitunter gab es kuriose Szenen zu beobachten, so im Kreuzberger Viktoriapark. Auf einer Bank lag schlafend ein 24-Jähriger aus Werder, den auf dem Wegzur Fanmeile erst der Alkohol, dann die Müdigkeit übermannt hatte. „Markus hat sich so auf das Spiel gefreut“, bedauerten ihn seine Freunde, die nun in einem nahen Lokal das Spiel ansahen. Von dort konnten sie ihn nebenbei im Auge behalten.

Der Tagesspiegel, [03.07.2010]

 

 
Am 09.07.2010 in der Wilmersdorfer Straße

Der vierte Carrotmob in Berlin startet mit höchster Quote für CO2-Reduzierung in einer Charlottenburger Eisdiele am 09.07.2010. Ariane Zheden betreibt als Franchisenehmerin mit ihrem Partner Elmar Kreß und mehreren Mitarbeitern in der Wilmersdorfer Straße 41 in Charlottenburg eine klassische Eisdiele von Janny´s Eis, die an dieser Stelle bereits seit 15 Jahren ihren festen Platz hat. Entsprechend gibt es bei Energieversorgung, Geräten und Beleuchtung viele Punkte, die Energieeffizienz des Geschäftes zu verbessern.

Angeregt durch die Berichte über die ersten 3 Berliner Carrotmob-Veranstaltungen in einem Spätkauf, einem Imbiss und einem Blumenladen stand seit März 2010 der Entschluss fest, einen Carrotmob im eigenen Eiscafé zu veranstalten und 80 % der Tageseinnahmen dazu zu verwenden, die CO2-Bilanz des Geschäftes zu senken.

Zum Carrotmob: Bei Carrotmob-Veranstaltungen verpflichtet sich der Inhaber des "gemobbten" Geschäftes, einen vorher festgelegten Satz der Tageseinahmen in energiesparende und die CO2-Bilanz verbessernde Maßnahmen des Geschäftes zu investieren. Über das Internet, Netzwerke und Mund-zu-Mund-Propaganda verabreden sich die Carrotmobber, den Tagesumsatz des Geschäftes durch ihren Einkauf zu steigern.

Eventablauf:
Ort: Janny´s Eis, Inh. Ariane Zheden, Wilmersdorfer Straße 41, 10627 Berlin-Charlottenburg
Datum: Freitag, 09. Juli 2010, Beginn: 12 Uhr, Ende: 20 Uhr

 
Ab 2011 soll das Traditionsgebäude Deutschlandhalle abgerissen werden und einer neuen Messehalle weichen

Im Schaukasten neben dem Ticketschalter 3 hängt ein halb eingerolltes Veranstaltungsplakat – aus dem Jahr 1994. Daneben der Terminplan 2008 aus der letzten Eishockeysaison der ECC Preußen Juniors in der Deutschlandhalle. Verwaist steht sie da. Rechts die schicken, zweistöckigen Messehallen, links der grüne S-Bahnhof Eichkamp. Die Fahnenmasten sind leer, die Plakatleinwände an der Vorderfront zerrissen, am Dach blättert der Putz und hinter zerborstenem Fensterglas stehen Spanplatten. Ab Frühjahr 2011, das ist jetzt wohl amtlich, wird das West-Berliner Baudenkmal abgerissen.

Etwa ein Jahr wird das dauern. Denn das massige Gebäude aus Stahl und Beton, das 1935 für die Olympischen Spiele als größte Multifunktionshalle der Welt eingeweiht wurde, umschließt 260 000 Kubikmeter Raum. In der Halle gelang in Vorkriegszeiten sogar ein Hubschrauberrundflug. Aus statischen Gründen und mit Rücksicht auf das benachbarte Messegelände muss der Bau Stück für Stück abgetragen werden. Beschlossen wurde der Abriss vom rot-roten Senat schon am 27. Mai 2008. Verzögert hat sich der Vollzug, weil für den Amateur-Eissport in Berlin erst eine Ausweichstätte gefunden werden musste und weil bisher der Denkmalschutz griff.

Seit dem 30. November 2009 sind die Berliner Eishockey-Jugend, die Freunde des Kunstlaufs und des Curling im Hangar 3 des Flughafens Tempelhof untergebracht. Auch das ist nur ein Provisorium, so wie vorher die Deutschlandhalle. Erst im Sommer 2011 wird eine neue Eissporthalle am Olympiapark (Glockenturmstraße) in Betrieb genommen. Fast ein Jahrzehnt hatte der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf darum gekämpft. Und mit noch größerem Engagement kämpft das Bezirksamt in der City-West, unterstützt von CDU, SPD und Grünen, für das Weiterleben der Deutschlandhalle.

Wirksame Waffe in diesem Kampf war bisher die Berliner Denkmalliste, in der das Traditionsgebäude mit der Bezeichnung „Mehrzweckbau“ unter der Nummer 09096352 eingetragen ist. Als die landeseigene Messe GmbH am 6. März 2009 den Abrissantrag stellte, weil sie das Gelände für den Neubau einer Messehalle braucht, ging der Bezirk zum Angriff über und lehnte als untere Denkmalschutzbehörde den Antrag am 8. Juli ab. Auch der Widerspruch vom 23. September 2009 wurde abschlägig beschieden. Erst vor einer Woche griff der Senat ein, um seine Pläne für die Sanierung des Internationalen Congress Centrums (ICC) und die Erweiterung der prosperierenden Messe – wenn auch mit Verzögerung – doch noch durchzusetzen.

Die Entscheidung des Bezirksamts wurde aufgehoben und die Auflage erteilt, sich mit dem Landesdenkmalamt zu einigen, das unter Senatsaufsicht steht. Eine solche Einigung ist nicht zu erwarten, und danach wird die oberste Denkmalschutzbehörde, die zur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gehört, den Abriss genehmigen. Die Begründung steht eigentlich schon fest: ein „überwiegend öffentliches Interesse“ am Abriss und die „fehlende wirtschaftliche Zumutbarkeit“ für eine Weiterexistenz der Halle, deren jährliche Betriebskosten mit zuletzt 2,9 Millionen Euro enorm hoch waren. Zudem müsste das aus 5215 mürben Betonplatten bestehende Dach erneuert und die Halle, mit Ausnahme der Fassade, völlig umgebaut werden, um sie wieder funktionstüchtig machen.

Am Dienstag wird das Bezirksamt beraten, ob gegen die Abrisspläne des Senats noch ein Kraut gewachsen ist. Frühere Ankündigungen, man werde vor Gericht ziehen, nahm Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) jetzt bedauernd zurück. „Leider können wir nicht klagen, obwohl der Senat mit der Einschaltung des Landesdenkmalamts bewusst die Rechte des Bezirks aushebelt.“ Der Vorwurf Gröhlers, mit dem Abriss der Halle hinterlasse der Senat eine Brache, zieht allerdings nicht. Der interne Vorschlag des SPD-Arbeitskreises „Wirtschaft“, dort eine einstöckige Messehalle zu genehmigen, die 50 Millionen Euro kosten darf, ist koalitionsintern wohl mehrheitsfähig.

Bei optimistischer Betrachtung könnte diese Halle bis zum Sommer 2013 betriebsfertig sein. Und gemeinsam mit den Hallen in Tempelhof für die Zeit der ICC-Sanierung für Großkongresse als Ausweichquartier dienen. Die komplette Schließung des ICC, die aus bautechnischen Gründen wenigstens zeitweise unausweichlich ist, will die SPD aber auf ein Jahr minimieren, bestätigte der SPD-Wirtschaftsexperte Jörg Stroedter. Die übrigen Sanierungsarbeiten sollen bei laufendem Betrieb stattfinden. Das neue Gesamtkonzept für Deutschlandhalle, ICC und Messeerweiterung wird der Senat erst nach der Sommerpause vorlegen.

Der Todesstoß wurde der Deutschlandhalle aber viel früher versetzt: Mit der Olympiabewerbung Berlins, die zwar 1993 scheiterte, aber zwei Großsporthallen (Velodrom, Max-Schmeling-Halle) hervorbrachte, die den Veranstaltungsort im Westen überflüssig machten. Folgerichtig beschloss der CDU/SPD-Senat im August 1996 die Schließung der Halle. Nur weil die Messe 2001 einen neuen, repräsentativen Südeingang bekam und dafür die alte Eissporthalle abgerissen wurde, konnte die Deutschlandhalle noch einige Jahre dem Amateursport als provisorische Unterkunft dienen.

Der Tagesspiegel, [20.06.2010]

 
Umsonst und draußen: Bei der Fête de la Musique spielen 600 Künstler in der ganzen Stadt

Montags ist vieles eine Frage der Perspektive. Der Pessimist sagt Wochenanfang, der Optimist lieber verlängertes Wochenende zu diesem Tag. Zusammenkommen können beide dennoch, nämlich auf der „Fête de la Musique“, die pünktlich zum Sommeranfang zum 16. Mal in Berlin gefeiert wird. Ab 16 Uhr, wenn auf den rund 80 teilnehmenden Bühnen in der Stadt die Musik beginnt, dürfte auch der größte Muffel in Fetenlaune kommen.

Zu hören ist alles, was sich mit Stimme und Instrument erzeugen lässt: Pop, Rock, Reggae, Ska, Hip-Hop und Jazz genauso wie Klassik, Chanson oder Chormusik. Über 600 Musiker, Bands und Ensembles werden gratis auftreten und noch viele weitere Straßenmusiker dazukommen, denn aufgrund einer Ausnahmezulassung kann zwischen 16 und 22 Uhr jeder auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen Musik machen – solange er dies ohne Verstärker tut und sich von Krankenhäusern oder Schulen fernhält.

Einer der Höhepunkte soll dieses Jahr in der Bar 25 am Spreeufer in Friedrichshain stattfinden: Hier treten ab 19 Uhr die Elektro-Trash-Punker Bonaparte auf. Das Musikerkollektiv um den Schweizer Frontmann Tobias Jundt ist für seine exzessive Bühnenshow mit zunächst vielen schrillen Kostümen und zum Ende hin immer mehr nackter Haut berühmt. Etwas ruhiger dürfte es in Prenzlauer Berg an der großen Bühne in der Kollwitzstraße Ecke Sredzkistraße zugehen: Hier singt zunächst ab 17.40 Uhr Poppoet Nikko Weidemann, um 20.10 Uhr spielen dann die österreichischen Wahlberliner von Ja, Panik ihren Indiepop, bevor um 21.20 Uhr die Band Bosse ihre kleinen Hits „Liebe ist leise“ und „Sommer lang“ anstimmt.

Wer lieber zu House und Dubstep tanzt als still steht und zuhört, sollte die Oye-Blockparty-Bühne in der Oderbergerstraße besuchen. Hier bereiten ab 19 Uhr das Nu-Jazz-DJ-Kollektiv Jazzanova und ab 21 Uhr das Techno-Duo Modeselektor den richtigen Start in die Nacht vor. Denn obwohl das Gratis-Festival aus Lärmschutzgründen offiziell um 22 Uhr enden muss, gibt es sieben Drinnen-Bühnen, vor denen unter dem Motto „Fête de la Nuit“ weitergefeiert werden kann: In Friedrichshain wird im Lovelite zu Ska und Reggae getanzt, in der Primitiv-Bar zu Rock und Folk, in Kreuzberg gibt es Soul und Hip-Hop im Rosacaleta. Zum ersten Mal beteiligen sich dieses Jahr das Kaffee Burger (Gypsy, Balkan, Ska) und der Tresor (Techno) an der Fête. Auch fünf von sechs Bühnen in Charlottenburg-Wilmersdorf machen erstmals mit. Dazu zählen die Jazzwerkstatt in der Knesebeckstraße und das Stattcafé in der Suarezstraße – zwei von zahlreichen Orten mit Kinderprogramm, das vielerorts schon um 14 Uhr beginnt (siehe Artikel rechts). Klassikfreunde können sich besonders auf das erste Fête-Konzert mit Barockmusik in der Evangelischen Luisenkirche am Gierkeplatz freuen. Und wer sich selbst in einer Gruppe ausprobieren möchte: Zwischen 18 Uhr und 19.30 Uhr kann man im Lustgarten Pop nach Noten singen, begleitet von einem Orchester auf Spielzeuginstrumenten.

Mehrere hundert Fans von Reggae und Dancehall werden sich wie in den vergangenen Jahren im Mauerpark sammeln, denn hier legt auf dem großen Partybus gleich mehrfach an diesem Tag das Seeed-DJ-Team auf. Auch Moritz „Mo“ Delgado und Luke4000 von Seeed treten hier ab 19 Uhr mit ihrem neuen Musikprojekt Frogg auf, bei dem sie von der britischen Sängerin Mills unterstützt werden. „Für uns als Newcomer ist es klasse, auf der Fête spielen zu können und uns so bekannter zu machen“, sagt Moritz Delgado. Außerdem sei der Mauerpark nun mal eine der schönsten Stätten an diesem Tag. Und bestimmt auch trotz Fußball-Weltmeisterschaft wieder brechend voll.

Der 40-jährige Kreuzberger Delgado bedient normalerweise bei Seeed das Saxophon, nach einjähriger Pause der Band hat er sich nun mit Peter Fox und den neun anderen Mitgliedern ins Studio zurückgezogen, um an einem neuen Album zu arbeiten. „Wenn ich uns mit Romanautoren vergleichen müsste, würde ich sagen, wir schreiben gerade das erste Kapitel“, lacht Delgado. Ihren Plan, das Album bereits im kommenden Jahr zu veröffentlichen, wollen sie aber einhalten. Womöglich nicht wie geplant im Frühjahr, aber ganz sicher im Sommer 2011. Vielleicht stellen sie es ja auf der nächsten Fête vor.

Die meisten Bühnen werden von 16 bis 22 Uhr bespielt. Das Kinderprogramm startet vielerorts um 14 Uhr, die Nachtbühnen werden länger bespielt. Alle Bands, Anfangszeiten und Adressen der Bühnen findet man unter www.fetedelamusique.de

Der Tagesspiegel, [21.06.2010]; Foto: Promo

 

 
Tausende Berliner feierten das 4:0 der Deutschen bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen Australien auf den Straßen der Stadt

Nein, ein Ort der Stille war der Olympische Platz am Sonntagabend weiß Gott nicht. Verglichen mit dem Vuzuvela-Getöse in Stadion von Durban ging es beim Public Viewing vor Herthas Arena aber vergleichsweise nervenschonend zu: Tröten mussten draußen bleiben. Ansonsten hatten die Fans alles dabei, was man zu einer grandiosen Fußball-Feier vor den dort aufgebauten Großbildschirmen braucht: Klappstühle, Decken, Proviant in fester und flüssiger Form, dazu Wedel-, Wink-, Triller- und Trötenmaterial, nur eben keine mark- und beinerschütternden südafrikanischen Fanfaren.

Bei den ersten Spielen der WM hatte sich das Areal nur spärlich gefüllt, gestern aber, zum ersten Spiel der deutschen Mannschaft, war es ein Menschenmeer in Schwarzrotgold. Rund 10.000 hatte die Polizei am Abend gezählt, am Morgen korrigierte ein Sprecher diese Zahl auf 7000 nach unten. Die überall verbreitete Zahl von 30.000 Teilnehmern konnte die Polizei jedenfalls nicht annähernd bestätigen. Was brauchte man da noch Vuzuvelas, sich die Seele aus dem Leib jubeln ist tausend Mal besser.

Spontane Feiern auf den Straßen

Eine Riesenbegeisterung hatte alle erfasst, am Olympiastadion und an den vielen anderen Orten, wo man sich zum gemeinsamen Fußballfest versammelt hatte, am Traumstrand etwa, im Astra Kulturhaus in Friedrichshain, wo 11Freunde und der Tagesspiegel ihr WM-Quartier aufgeschlagen haben, oder auch daheim in der Familie vor dem Fernseher.

Nach dem 4:0-Sieg trieb es dann noch Tausende Fans auf die Straßen der Stadt: Natürlich auf den Kurfürstendamm zum hupenden Autokorso vorm Neuen Kranzlereck, wo es zuging wie beim Sommermärchen 2006 - nur dass hier und im Unterschied zur WM in Deutschland die südafrikanische Vuvuzela dann doch zum Einsatz kam. Das Hupkonzert vermischte sich mit dem Plastikgetröte, das auf vielen Fanfesten in Deutschland inzwischen nicht mehr zugelassen ist. 4000 Feiernde zählte die Polizei rund um die Gedächtniskirche. Gegen halb eins lösten sich die Autokorsos auf, die Fans gingen nach Hause oder feierten in Kneipen weiter.

"Alles steht still"

Die Kreuzung Eberswalder/Schönhauser Straße in Prenzlauer Berg wurde von Fans kurzerhand zur Feiermeile erklärt, so dass kein Auto mehr durchkam. 800 Fußballfans zählte die Polizei hier, bei diesem ambulanten Jubelfest. Dabei sollen etwa 30 Betrunkene gegen einen BVG-Bus getreten und geschlagen haben, der nur mit einem Fahrer besetzt war. Rund zehn Personen kletterten auf das Dach. Der Bus wurde erheblich beschädigt und musste aus dem Verkehr gezogen werden. Verletzt wurde aber niemand.

Etwa 40 Fans umringten nach Mitternacht ein Fahrzeug der Feldjäger der Bundeswehr am Hardenbergplatz, teilte die Polizei weiter mit. Sie schaukelten es auf, traten und schlugen gegen die Karosserie. Polizeibeamte nahmen einen 22-Jährigen und einen 18-Jährigen fest. Gegen beide wird wegen Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

Einige Beschwerden gab es in Berlin wegen Ruhestörungen oder weil auch Busse in den Menschenmassen nicht vorankamen. "Alles steht still", sagte ein Polizeisprecher am späten Sonntagabend. Dass es dann jedenfalls keine Verkehrsunfälle zu vermelden gab, liegt auf der Hand. "Verkehrsstillstand ist die sicherste Art der Verkehrsführung", sagte der Polizeisprecher trocken.

Die Polizei meldete dann am Montagmorgen, dass die Nacht trotz aller Ausgelassenheit weitgehend friedlich geblieben war, außer kleineren Handgreiflichkeiten. "Wenn Tausende Menschen zusammenkommen, dann passiert so was", hieß es bei der Polizei, die nun hofft, dass die WM-Feiern in Berlin so friedlich bleiben.

Der Tagesspiegel, [14.06.2010]

 

 
Rund eine Million Besucher pro Tag sollen die Fanmeile zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 besucht haben

Auf dem Olympischen Platz gibt es eine 80 Quadratmeter große Videowand für das kostenlose Public Viewing, eine Bühne und weitere Leinwände – darunter auch einen Stand, an dem ein Sponsor die Spiele in 3-D-Technik zeigt. Senatssprecher Richard Meng und Sport-Staatssekretär Thomas Härtel sagten am Mittwoch, weltweit gebe es nur wenige Metropolen mit „offiziellen Fanmeilen“ des Weltfußballverbands Fifa, daher dürften TV-Bilder vom Olympischen Platz der Stadt viel Aufmerksamkeit bringen.

Die Berliner hätten schon 2006 bewiesen, dass sie ausgelassen, aber friedlich feiern, sagte Meng, „wir machen uns also keine Sorgen“. Am Freitag werden die Eröffnungsfeier in Johannesburg, die Spiele des Tages und Ausschnitte des „Fifa-Konzerts“ vom Vortag gezeigt. Auf der Bühne stehen unter anderem die Hermes House Band, das Velile & Safri Duo mit seinem WM-Song und Krisiman mit dem „Fanmeilensong“. Der Fernsehsender RTL plant abends eine Sendung mit Günther Jauch und Trainer Jürgen Klopp. Am Sonntag wird ab 20.30 Uhr das erste WM-Spiel der deutschen Nationalelf übertragen, in dem Australien der Gegner ist. Zuvor werden unter anderem die Sieger eines Freizeitkickerturniers gekürt, zu dem eine Online-Community einlädt. Mitglieder eines weiteren Internetportals haben einen 100 Meter langen Fanschal gestrickt, der über den Köpfen der Gäste ausgerollt und durch die Menge gereicht werden soll.

Die Fanmeile findet an dieser Stelle täglich ab 12 Uhr bis zum 18. Juni statt – dann zieht sie nach Tiergarten auf die Straße des 17. Juni um und eröffnet dort am 23. Juni. Auf dem Olympischen Platz wird es übrigens eine Drei-Klassen-Gesellschaft geben: Während normale Besucher keinen Eintritt zahlen, kosten Plätze auf einer „VIP-Tribüne“ je nach Spieltag 150 bis 500 Euro. Für täglich 50 Euro gibt es einen der besten Stehplätze vor der Hauptleinwand und drei Freigetränke. Alle Gäste werden gebeten, keine gefährlichen Gegenstände, aber auch keine eigenen Getränke mitzubringen. Denn die Standbetreiber wollen nicht leer ausgehen und zum Beispiel für ein Bier 3,50 Euro verlangen.

Der Tagesspiegel, [10.06.2010]

 
Buchstabenmuseum sucht neues Zuhause

Das Buchstabenmuseum sucht einem neuen Ort und bittet um vielfältige Angebote! Alte Kaufhallen, stillgelegte Fabriken, S-Bahnbögen und zentrale Geschäftsräume wären für unsere Präsentation sehr gut geeignet.

Die Sammlung umfasst knapp 400 Exponate und soll möglichst komplett öffentlich bleiben. Gesucht werden fixe oder temporäre Räume ab ca. 150qm in Berlin. Wer direkte Kontakte in die entsprechenden Vorstandsbüros für uns hat...
BITTE MELDEN!

Wir hoffen auf Ihre Unterstützung !
Vielen Dank.

BUCHSTABENMUSEUM
Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben

SCHAUDEPOT

Leipziger Strasse 49
10117 Berlin
verein@buchstabenmuseum.de
www.buchstabenmuseum.de

 

 
Fußball allein zu schauen ist wie Sommer ohne Freibad, wie Doppelkeks ohne Schokolade, wie Berlin ohne Fernsehturm

Südafrika ist weit weg. Zum kollektiven Jubeln ins Stadion werden es daher wohl nur wenige Berliner schaffen. Doch die Stadt bietet zahlreiche Alternativen, die Zitty in seiner aktuellen Ausgabe zusammengestellt hat. Im Folgenden eine Auswahl.

Fußball gucken mit 11Freunde und Der Tagesspiegel

WM-Quartier im Astra Kulturhaus
Leinwände, Kicker, Gamer-Paradies, Imbisstände, draußen oder drinnen. Im Astra Kulturhaus laden 11Freunde und der Tagesspiegel zum Allwetter-Kollektivgucken. Ab 11. Juni ist das WM-Quartier täglich geöffnet. Während der WM gibt es noch weitere Schmankerl: Am 13. Juni findet ein Promi-Fußballmatch für Bildung und sauberes Trinkwasser in Afrika statt, Afterparty mit 4Xample, Keule und Irie Révoltés auf der Bühne (Denyo, Ichino Sound und Barney Millah an den Plattentellern) inklusive. Eine Fotoaustellung, Lesungen, WM-Museum, Filme und der Fußball-Talk mit Experten wie Arnd Zeigler und Manni Breuckmann sowie Philipp Köster und Jens Kirschneck runden das Ganze ab. Am Finaltag spielen Culcha Candela das Abschlusskonzert.
Astra Kulturhaus, Revaler Straße 99, Friedrichshain

Weitere Adressen in Friedrichshain und Kreuzberg

Arena Fuhrpark
Motor FM steht für Indierock, die Arena für Off-Kultur, der Fuhrpark für Entschleunigung. Es sei denn, ja es sei denn, der Ball rollt. Dann rückt der Sport in den Vordergrund, der Fuhrpark wird zur Bühne der Bewegung. Alles fiebert mit, auf dass Löws Truppe ins Finale kommt. Und falls nicht, ist es auch nicht weiter schlimm. Dann sind eben wieder Musik und Kultur wichtig.
Treptow, Eichenstr. 4, U Schlesisches Tor

Sage Restaurant / Beach
Fußball kann, muss aber nicht nur Bratwurst und Bier bedeuten. Am Strand des Sage-Restaurants, zwischen Palmen und Spreeufer, steht ein Grill bereit, aber das ist nur eine Option. Bestellen kann man auch die feinen Köstlichkeiten des Küchenchefs Sebastian Leifer. Walisisches Lammcarree beispielsweise. So nehmen auch die Waliser an der WM teil. Und da es derzeit in Berlin ebenso oft regnet, steht ein Zelt bereit. Für alle Fälle.
Köpenicker Str. 18-20, S Ostbahnhof

Kiki Blofeld
Mehr als eine Strandbar und mehr als ein Public-Viewing-Ort. Von der schummrigen Ecken bis zum lichte Sonnenplatz findet im Kiki Blofeld jeder Fan seine Basis.
Köpenicker Str. 48/49, S Ostbahnhof

Radialsystem
Praktisch. Wird das Spiel öde, tröstet der unübertreffliche Blick auf die Spree. Dazu ein kühles Bier samt Barbecue. Und musikalisch bunt wird es am 20. Juni bei einer brasilianischen Party.
Holzmarktstr. 33, S Ostbahnhof

Bar 25
Die Bar 25, das gallische Dorf gegen Investorenträume am Spreeufer, wächst zur WM über sich hinaus. Auf dem Grundstück 24 öffnet ein kunterbunter Abenteuerspielplatz mit Johannesburg und weißer Stadt am Wasser. Zwar bleibt auch im Taka-Tuka-Land der Ball rund, sonst aber wird vieles anders. Stilecht wird afrikanisches Essen serviert und egal wer gewinnt, gefeiert wird immer!
Holzmarktstr. 24, S Ostbahnhof
Public Viewing in Tiergarten, Moabit und Spandau

Haus der Kulturen der Welt
Die erste Fußballweltmeisterschaft in Afrika hat das Haus der Kulturen der Welt zum Anlass genommen, den unbekannten Kontinent in seiner kulturellen Vielfalt vorzustellen. Konzerte afrikanischer Bands, Lesungen und Expertenrunden zeigen das Leben jenseits der üblichen Stereotype. Auf der Dachterrasse kann man Fußball spielen und natürlich sind alle Spiele auf einer großen Leinwand zu sehen.
Tiergarten, John-Foster-Dulles-Allee 10, S Tiergarten

Kulturfabrik Moabit
Im Café der Kulturfabrik Moabit werden alle Spiele live gezeigt. Und nebenan im Theaterdok rollt der Golfball beim Kneipengolf.
Lehrter Str. 35, S U Hauptbahnhof

Bundespressestrand
Hier darf der Fan noch Fan sein, unbekümmert die Landesfahne schwenken und lautstark mitsingen. Für den Trubel zahlt man 6 Euro Eintritt. Für betuchte Gäste gibt es eine luxuriöse VIP-Lounge.
Kapelle-Ufer 1, U Reichstag

Fanmeile am Brandenburger Tor (23.6.-11.7.)
Hunderttausend, eine halbe Millionen oder mehr Fußballfans? Wer Massenaufläufe liebt, ist hier schwarz-rot-gold-richtig. Anderen raten wir dazu, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Brandenburger Tor, Straße des 17. Juni

Olympiastadion (11.-18.6.)
In der ersten WM-Woche wird es voll am Olympiastadion. Das offizielle FIFA-Fanfest beginnt, erwartet werden bis zu 200.000 Besucher, falls so viele Fans Begegnungen wie Algerien gegen Slowenien sehen wollen.
Olympischer Platz, S U Olympiastadion

Schleusenkrug
In unmittelbarer Nähe zur Fanmeile und doch ganz weit weg von ihr: Zwei Leinwände, frisch gezapftes Bier und genießbares Grillgut. Die Musik wird auch besser sein.
Müller-Breslau-Str. 1, S Tiergarten

Weissgold in der Mercedes-Welt am Salzufer
Überdacht, aber hell und freundlich. Das riesige Autohaus zeigt jedes WM-Spiel auf einer Großleinwand. Und im Restaurant kümmert sich Küchenchef Jörg Männel um die hungrigen Fans.
Salzufer 1, S Tiergarten

Zitadelle Spandau
Während der WM wird die Festung zur WM-Bühne, mit herausragender Ton- und Bildqualität. Der bekannte Konzertveranstalter Trinity Concerts steckt hinter der Fußballsause.
An der Zitadelle, U Zitadelle

Beach at the Box
Die Fanmeile ist gleich um die Ecke, aber weit genug weg, um nicht zu stören. Beach at the Box ist eine 7.000 Quadratmeter große Strandbar an der Spree, die opulent ausgestattet nicht mit dem "arm, aber sexy"-Image der Stadt kokettiert. Zur WM verwandelt sich das Gelände in eine WM-Arena mit Riesenleinwand, südafrikanischen Straußensteaks und einer VIP-Lounge. Und bei Hagel und Gewitter schützt der 70er-Jahre- Retro-Club The Box.
Englische Str. 21-23, S Tiergarten
Public Viewing in Mitte

Admiralspalast
Direkt am S-Bahnhof Friedrichstraße werden sowohl im Innenhof als auch im historischen Saal alle Spiele gezeigt. Trotz der exklusiven Lage wird kein Eintritt verlangt.
Friedrichstr. 101, S U Friedrichstraße

FC Magnet Mitte
Es wird wie zu jedem Turnier tierisch voll, aber auch tierisch lustig. Der FC Magnet Mitte ist eine Institution, eine Anlaufstelle für hippe Szeneleute. 2. Vorsitzender des Vereins: DJ Dixon.
Veteranenstr. 26, U Rosenthaler Platz

DomAquarée
Geht der Sommer so weiter, wäre dieser Public Viewing Ort ein möglicher Kompromiss. Die haushohe Promenade ist überdacht, trotzdem feiert man an der frischen Luft.
Karl-Liebknecht-Str. 5

Restaurant Ampelmann
Der Hackesche Markt dürfte so oder so im Zeichen der Lederkugel stehen. Das italienische Restaurant Ampelmann, mit Strandbar, stellt zwei Leinwände auf. Den schönen Blick auf die Museumsinsel gibt es obendrein.
Stadtbahnbogen 159/160, S Hackescher Markt

White Trash Fast Food
Fußball, Burger, Rock’n’Roll und Bier — keine Frage, da kommt zusammen, was zusammengehört.
Schönhauser Allee 6-7, U Rosa-Luxemburg-Platz
Public Viewing in Prenzlauer Berg und Wedding

European Village
In schöner Kulisse zeigt die Kulturbrauerei alle WM-Spiele. Tritt Deutschland an, kostet der Eintritt drei Euro.
Schönhauser Allee 36, U Eberswalder Straße

Pfefferberg
In diesem Jahr werden die Spiele nicht im Biergarten, sondern im weitläufigen Hof dahinter gezeigt. Hier gibt es weniger Grün, dafür eine bessere Sicht.
Schönhauser Allee 176, U Senefelderplatz

Väterzentrum Berlin
Gemeinsam mit Kind und Kegel können im Väterzentrum alle Begegnungen gesehen werden. Besonders praktisch für Papa und Mama: die Spielecke für kleine Kinder.
Marienburger Str. 28, U Eberswalder Straße

Public Viewing: Tante Käthe
Fußballfieber gepaart mit Fan-Humor. Bei Tante Käthe passt nicht nur die Stimmung, sondern auch das Drumherum. Sofern lieferbar, wird Bier aus den jeweils spielenden Ländern ausgeschenkt und am Tante-Käthe aka Rudi-Völler-Schrein huldigen die Leute dem graugelben Fußballgott. Nach dem Spiel sitzt man dann friedlich beisammen am Lagerfeuer, vereint in der Gewissheit: Egal wer 2010 den Titel holt, es war ein schönes Fest!
Bernauer Str. 63-64, am nördlichen Ende des Mauerparks

Brauerei Eschenbräu
Unweit des S-Bahnhofs Wedding versteckt sich ein wunderschöner Biergarten, in dem es ein leckeres Bier aus der Hausbrauerei gibt. Ab 15 Uhr ist geöffnet.
Triftstr. 67, S Wedding

Mauersegler
Auch der Mauersegler im Mauerpark hat alles, was ein Public-Viewing-Ort braucht: Platz, Bier und eine große Leinwand.
Bernauer Str. 63, U Eberswalder Straße

Schwalbe
Das ganze Jahr geht es hier um die wichtigste Sache der Welt: Fußball. Aber mit Niveau bitteschön und mit guter Musik.
Stargarder Str. 10, S U Schönhauser Allee

Torfabrik Alois S.
Im Keller, im Restaurant und auf der Terrasse davor läuft die WM, und aus den Zapfhähnen gutes Bier. Kinder können währenddessen auf dem Spielplatz herumtoben.
Senefelderstr. 18, S Prenzlauer Allee

Soupanova
Rund um die "Eckkneipe" Soupanova gibt es viel Platz, daher könnte es bei wichtigen Spielen zu Engpässen auf dem Bürgersteig kommen.
Stargarder Str. 24, S U Schönhauser Allee

Schönwetter
Ob nun schön oder schlecht: Das Schönwetter ist bei jeder Witterung
einen Besuch wert.
Bernauer Str. 63, U Eberswalder Straße

Public Viewing: Mädcheninternat
Ein schmaler Weg führt hoch hinauf zum Club Mädcheninternat, einem ehemaligen Kindergarten. Das idyllische Fleckchen Erde gefällt wegen seiner unschuldigen Atmosphäre, obwohl hier normalerweise wild und lang gefeiert wird. Kinder spielen im Sand, Hunde tollen herum und das Fußballspiel wird zwar interessiert, aber nicht fanatisch verfolgt. Die meisten Gäste sind sich einig: Fußball ist eine willkommene Abwechslung, mehr aber auch nicht.
Prenzlauer Allee 246, U Senefelderplatz

Der Tagesspiegel, [10.06.2010]

 
Nicolas Berggruen ist der Überraschungssieger

Das Bieterrennen um Karstadt ist nach Angaben des Investors Berggruen entschieden: Berggruen habe den Zuschlag für die insolvente Warenhauskette mit 25 000 Beschäftigten erhalten, teilte ein Berggruen-Sprecher am Montagabend unter Berufung auf Kreise des Karstadt-Gläubigerausschusses mit. Der Ausschuss hatte seit dem Vormittag über die Offerten der Bieter Berggruen, Highstreet und Triton beraten. In Berlin gibt es neun Karstadt-Warenhäuser.

Berliner Zeitung, [08.06.2010]

 
Tausende haben am Samstag die zehnte Lange Nacht der Wissenschaften besucht

Roboter testen! Negerküsse explodieren lassen! Und dazu noch: spät ins Bett! Kinder früh an die Naturwissenschaften heranzuführen, das fordern viele – bei der Langen Nacht der Wissenschaften gelingt es. Nicht nur bei Kindern natürlich – vor allem haben hier auch Erwachsene Gelegenheit, hinter sonst verschlossene Türen zu schauen. Zum zehnten Mal machten sich Samstagnacht Tausende Neugierige auf den Weg durch Forschungsanstalten und Labore. 70 Einrichtungen öffneten, 2370 Programmpunkte standen zur Auswahl.

Nachdem der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit im Sony Center die „Lange Nacht“ am Samstagnachmittag eröffnet hatte, griff sein Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) sogleich zu bunten Flüssigkeiten und startete einige Experimente. Zuvor hatten sich schon mehrere Wissenschaftler vorgestellt. Gewohnt leutselig befragt von RBB-Faktotum Ulli Zelle, schilderten junge, schöne Professorinnen ihre Erkenntnisse bei der Feldforschung an Affen oder bei Experimenten mit Unterdruck oder führten sie sogar gleich vor.

Sehen Wissenschaftler mehr als andere Leute? Wer zum Beispiel die silbern glänzenden, länglichen Ballone im Sony Center einfach nur hübsch fand – der ist eben kein Wissenschaftler. Die wiederum interessiert, dass der Zeppelin namens „Nonex“, den Studenten der Luft- und Raumfahrt gebaut haben, aus neun laminierten Schichten besteht und mit Helium gefüllt ist. Er dient Forschungszwecken. Wegen ihres Flugverhaltens können manche Zeppeline zum Beispiel in einer Wolke Station machen und dort Analysen vornehmen. Wolke, klingelt’s?

Zubringerbusse rollten auf 18 Themenrouten durch den Abend und die Nacht, und jeder Stopp machte klüger: ob beim Europäischen Patentamt, im Botanischen Garten oder bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Zu den beliebtesten Zielen gehörten nach Angaben der Veranstalter unter anderen das Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität in Adlershof mit 13.671 Besuchern und das Haus der Ideen der Technischen Universität Berlin mit 12.346 Gästen. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft sei mit ihrem neuen Campus in der Wilhelminenhofstraße zum ersten Mal dabei und gewesen und habe mit 4692 Besuchen eine sehr gute Bilanz für diese Premiere.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Besucherzahlen bei der „Langen Nacht“ ständig gestiegen – von 11 500 im Jahr 2002 auf mehr als 40 000 im vergangenen Jahr.

Der Tagesspiegel, [06.06.2010]: Foto: Promo

 
Tolle Darbietungen, Verlosungen, Angebote & Rabatte am 09.06.2010

Wir laden Sie herzlich zu unserem beliebten Sesenheimerstraßenfest "Jedes Geschäft ist eine Bühne" ein! Am Mittwoch, 09.06.2010
um 16.00 Uhr ist die Eröffnung, gefeiert wird bis 22.00 Uhr.

Wir haben viele verschiedene Tänzer, tolle Darbietungen, Verlosungen, Angebote & Rabatte für Sie. Bei einem Glas Prosecco und Snacks möchten wir Sie an diesem Tag gerne verwöhnen.

Unser Geschäft ist natürlich wie gewohnt ab 10.00 Uhr für Sie geöffnet.

Programm:
17.00 Uhr ist bei uns Kinderballett
20.30 Uhr Parodie und Tanzshow
Ihr Ballettshop Team freut sich auf Sie...

 
Der Regelfahrplan soll eingehalten werden, aber weiterhin mit verkürzten Zügen

Die Kunden der Berliner S-Bahn müssen mindestens noch bis Jahresende mit weiteren Einschränkungen im Fahrbetrieb rechnen. „Ein Komplettcheck unserer Fahrzeuge und Instandhaltungsprozesse hat deutlich gemacht, dass wir uns vielerorts neu aufstellen müssen“, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner am Mittwoch in Berlin.

Dies erfordere trotz zusätzlicher technischer Mittel und Beschäftigter viel Zeit. „Diese werden wir uns nehmen, denn Fahrgäste und Besteller können zu Recht erwarten, dass wir in Fragen der Sicherheit und Zuverlässigkeit wieder Bestleistungen erbringen“, fügte Buchner hinzu.

Zurzeit sind 400 aus jeweils zwei Wagen bestehende Viertelzüge im Einsatz. Ab Montag (7. Juni) sollen es 416 sein. Bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember will die S-Bahn die Zahl der Viertelzüge nach Buchners Angaben auf 500 erhöhen. Damit könne der Regelfahrplan eingehalten werden, allerdings noch mit teilweise verkürzten Zügen.

Die volle Länge einer S-Bahn liegt bei acht Wagen. Gegenwärtig sind nach Angaben von S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz hauptsächlich Züge mit sechs Wagen im Einsatz. Vor Beginn des S-Bahn-Chaos im vergangenen Jahr fuhren Priegnitz zufolge 546 Viertelzüge im Berliner S-Bahn-Netz. Insgesamt verfügt das Unternehmen über 632 Viertelzüge.

Durch technische Qualitätsmängel und mangelnde Fahrzeuginstandhaltung war die S-Bahn vergangenes Jahr nach eigenen Angaben in eine schwere Krise geraten, die mehrfach zu erheblichen Leistungseinschränkungen führte. So musste der S-Bahnverkehr auf der Stadtbahn aus Sicherheitsgründen zeitweise komplett eingestellt werden.

Der Tagesspiegel, [03.06.2010]

 

 
Ausstellung in der Kommunalen Galerie Berlin

Das Haus ist das zentrale Thema im Werk von Georg Seibert, geboren 1939, der seit 1986 als freischaffender Künstler in Berlin lebt und arbeitet. In seinen Stahlskulpturen hat er zahlreiche Erscheinungsformen des Hauses entwickelt, von einer überaus symbolträchtigen Formensprache begleitet: "Das Haus ist unsere zweite Haut", so Seibert. Er fertigt Stahlbausätze von hoher kreativer Energie, die sich variabel anordnen lassen – in gegenständlicher oder abstrakter Formation.

Aus der abstrakten Formensprache seiner Bausätze hat Seibert neben der bildhauerischen Arbeit ein eigenständiges Bildwerk auf Leinwand, Folien und Stahlplatten aufgebaut, die sogenannten "Rostbilder". Sie dokumentieren – in farbiger Fassung oder als bearbeitete Stahlplatte - das hohe Potential der Stahlbausätze, angefangen von der architektonischen Konstruktion bis zu freien Komposition.

Die Stahlskulptur "Ikarus" markiert den Weg zur Ausstellung am Hohenzollerndamm 176. Die 1994 entstandene Skulptur ist von Marleben/Wendland nach Berlin zurückgekehrt und wird bis Herbst 2010 auf dem Mittelstreifen vor der Kommunalen Galerie Berlin zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: Freitag, 11. Juni um 19 Uhr
Laufzeit: 13. Juni bis 01. August 2010
Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 17 Uhr, Mi 10 – 19 Uhr, So 11 - 17 Uhr. Eintritt frei


Veranstaltungen zur Ausstellung

Donnerstag, 24.06. um 19 Uhr
Hautlos – Eine musikalisch-literarische Performance
mit Kompositionen von Klaus Schöpp, gespielt von Musikern des Modern-Art-Sextetts sowie einer Textcollage aus James Joyce: Ulysses und Texten von und über Georg Seibert, vor-getragen von der Regisseurin Birgit Klosterkötter-Prisor und dem Schauspieler Lucas Prisor.

Sonntag, 04.07. um 12 Uhr
Führung mit dem Künstler Georg Seibert durch die Ausstellung

Wegen begrenzter Teilnehmerzahl bitten wir um telefonische Anmeldung unter 9029 16704.

 
Hunderttausende werden am Wochenende zur Rad-Sternfahrt erwartet

Von 70 Treffpunkten aus geht es zum Brandenburger Tor. Dort wird das Umweltfestival gefeiert. Am kommenden Sonntag haben die voraussichtlich mehr als 100 000 Radler Petrus auf ihrer Seite, wenn sie zur traditionellen Sternfahrt starten: Mindestens 25 Grad und Sonnenschein sind angekündigt. Von 70 Treffpunkten aus geht es auf 18 Routen zum Brandenburger Tor. Für Autofahrer ergibt sich daraus wieder der Rat, entweder ebenfalls auf andere Verkehrsmittel umzusteigen oder die Stadt rechtzeitig gen Umland zu verlassen.

„Radfahren – aber sicher“, heißt das doppeldeutige Motto der Veranstaltung, die nach Auskunft des Radler-Clubs ADFC die weltgrößte Radlerdemo ist. Wie zum Beleg ihrer ungebrochenen Notwendigkeit auch im 34. Jahr seit der Premiere berichtet ADFC-Landesgeschäftsführer David Greve von „einigem Hin und Her“ um die Freigabe der Stadtautobahn für die Radler. Die Versammlungsbehörde habe den Antrag zunächst abgelehnt – mit Verweis auf eine Baustelle am nördlichen Berliner Ring, die allerdings schon am vergangenen Wochenende wieder verschwunden sein sollte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der ADFC das Autobahnstück vom Dreieck Neukölln zur Alboinstraße vor Gericht erstreiten müssen. Die Avus sei den Radlern dagegen ohne Diskussion zugesichert worden. „Die Polizei ist uns in diesem Jahr sehr entgegengekommen“, sagte Greve.

Um ein möglichst buntes Publikum zu erreichen, gibt es auch in diesem Jahr eine Rennradtour und eine Kinderroute. Gemeinsames Ziel ist das Umweltfestival am Brandenburger Tor. Das Fest ist in seiner 15. Auflage auf zwei Tage ausgedehnt worden und beginnt am Samstag um 16 Uhr mit einem Programm unter dem Motto „Leben ist Vielfalt“. Es soll dabei zwar auch ums Artensterben gehen, aber in erster Linie wird alles gezeigt, gepriesen oder gebrutzelt, was irgendwie ökologisch ist. „Das kulinarische Angebot wird wie immer überragend sein“, verspricht Stefan Richter, Landesgeschäftsführer der Grünen Liga, und kündigt nicht nur 16 Sorten Senf zur Bratwurst an, sondern auch eine Pfeffer-Verkostung sowie Apfelsorten, von denen kaum jemand je gehört habe. 38 der 220 Stände befassen sich mit Mobilität, etwa Elektrofahrrädern. Grüne Berufe würden ebenso vorgestellt wie Landurlaub und ökologische Geldanlagen. Hinzu kommen Musik- und Talk- Programm auf zwei Bühnen; am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Sowohl Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) als auch Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) wollen teilnehmen.

Bei so viel Öko dürfen die Grünen nicht fehlen. Am Mittwoch präsentierte deren Verkehrsexpertin Claudia Hämmerling die Broschüre „Sicher im Sattel“, die anhand von Radweg-Beispielen aus Berlin zeigt, was das Radlerleben gefährdet oder erleichtert. Das Heft soll nun bei passender Gelegenheit unters Volk gebracht werden – verbunden mit der Aufforderung, gute und schlechte Beispiele aus dem Radleralltag einzusenden. Auf der Sternfahrt 2011 sollen dann ein Amt oder eine Behörde mit dem „Goldenen Lenker“ ausgezeichnet werden – und eine andere mit der „Verbogenen Felge“ angeprangert.

Infos zum Umweltfestival sowie zu den Routen und Zeiten der Sternfahrt stehen unter www.umweltfestival.de und www.adfc-berlin.de.

Der Tagesspiegel, [03.06.2010]